Liebe Mütter und Väter

Trennung und Scheidung stellen für die gesamte Familie einen schmerzhaften Einbruch in die bisherige Lebensweise dar.

Die wichtigste Hilfe, die Sie Ihrem Kind in der Trennungssituation und danach bieten können, besteht darin, als Vater und Mutter weiterhin zur Verfügung zu stehen, denn Ihr Kind hat ein Recht auf beide Elternteile, und es braucht beide.

Kinder, die zu beiden Elternteilen Kontakt haben, können leichter Selbstbewusstsein entwickeln, weil sie immer wieder die Bestätigung bekommen, dass es für beiden Elternteilen wichtig ist. Kinder brauchen die Erlaubnis beider Eltern, den jeweils anderen zu lieben und von ihm geliebt zu werden.

Wenn die Verhältnisse zwischen Ihnen als ehemaligen Partnern vorerst so sehr belastet sind, dass eine dem Kind angemessene Regelung nicht möglich erscheint, bieten wir Ihnen Rat und Hilfe an, indem wir Sie bei der Durchführung der Besuchskontakte unterstützen.


Konzept

Bei der zunehmenden Zahl der Beratungen mit Eltern, die in Trennung oder Scheidung leben, zeigt es sich, dass es viele Eltern gibt, die große Schwierigkeiten haben den Kontakt des Kindes / der Kinder zu dem getrennt lebenden Elternteil zu gewährleisten.

In manchen Situationen sind Eltern nicht in der Lage sich mit dem ehemaligen Partner zu verständigen.

Für die gesunde Entwicklung des Kindes ist es wichtig, dass auch nach einer Trennung die Beziehung zu beiden Elternteilen weiterhin aufrecht erhalten werden kann.

Unser Ziel ist es

Eltern und Kindern in der Phase der Unsicherheit nach der Trennung zu begleiten und den Erwachsenen zu helfen ihre Aufgabe als verantwortliche Eltern wieder wahrzunehmen.

Vorübergehend einen Ort anzubieten, an dem die Kinder mit dem getrennt lebenden Elternteil in Anwesenheit einer Mitarbeiterin des Kinderschutzbundes zusammen sein können.
Das Wohl des Kindes zu gewährleisten.

Praktische Durchführung

Betreuter Umgang findet auf Antrag der beteiligten Personen oder auf Anordnung des Familiengerichtes statt. Am Anfang steht ein Gespräch mit den Eltern und einer Fachkraft des Deutschen Kinderschutzbundes im zuständigen
Jugendamt. Anschließend werden Gespräche von der Fachkraft des DKSB mit den jeweiligen Beteiligten beim Kinderschutzbund geführt. Länge und Rhythmus sowie ev. Terminverschiebungen der Besuchskontakte werden mit
der zuständigen Fachkraft des DKSB abgesprochen. In der Regel bietet der Kinderschutzbund monatlich oder 14-tägig Besuchstermine an, welcher jew. bis zu zwei Stunden dauern kann.

Der Umgang muss mit sucht-abhängigen, gewalttätigen Eltern sowie bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch sorgfältig geprüft werden. Die Umgangsregelung gilt für die berechtigten Eltern und für weitere Bezugspersonen des Kindes, wie die Großeltern, Geschwister, Stiefeltern und Pflegeeltern.

Die MitarbeiterInnen des Deutschen Kinderschutzbundes unterliegen der Schweigepflicht.
Bei kurzfristig eingetretener Erkrankung oder Verhinderung müssen sofort der Kinderschutzbund und die anderen Beteiligten benachrichtigt werden.